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DMP Koronare Herzkrankheit (KHK)

Herz-Kreislauferkrankungen, zu denen auch die Koronare Herzkrankheit (KHK) gehört, sind mit Abstand die häufigste Todesursache in den Industrienationen. In Deutschland wurden im Jahr 2005 insgesamt mehr als 17 Prozent aller registrierten Todesfälle durch chronische KHK und Herzinfarkt verursacht.

Die KHK ist eine Erkrankung der Herzkranzgefäße, verursacht durch Arteriosklerose. Sie führt häufig zu einem Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und -angebot im Herzmuskel. Die KHK und die damit im Zusammenhang stehenden Begleit- und Folgeerkrankungen stellen angesichts ihrer Häufigkeit Volkskrankheiten dar, die zu einer erheblichen Reduzierung der Leistungsfähigkeit und Lebenserwartung der Erkrankten führen können.

Die KHK ist die wichtigste Ursache der Herzinsuffizienz. Allein in Deutschland erleiden mehr als 300.000 Menschen pro Jahr einen Herzinfarkt. Angesichts der zum Teil beträchtlichen Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen und der Folgekosten hat die koronare Herzerkrankung eine herausragende Bedeutung als chronische Erkrankung.

Untersuchungen zeigen, dass durch eine adäquate Betreuung und kompetenten Umgang der Patienten mit der Erkrankung der Gesundheitszustand die Lebensqualität und die Folgekrankheiten positiv beeinflusst werden können. Durch eine frühzeitige Diagnostik im Rahmen einer optimalen Koordination und Einbindung der Versorgungssektoren, eine qualifizierte Schulung und Betreuung der Patienten sowie eine individualisierte Therapie können die Lebensqualität der Patienten deutlich erhöht und die Behandlungskosten erheblich reduziert werden.

Für die Behandlung und Betreuung dieser KHK-Patienten müssen die Begleiterkrankungen (insbesondere die Hypertonie) und die besonderen Lebensumstände unter Beachtung der evidenzbasierten Medizin berücksichtigt werden. Der Verbesserung der Versorgung von KHK-Patienten wird von den Vertragspartnern ein hoher Stellenwert beigemessen.

An diesem Vertrag können als koordinierende Vertragsärzte alle hausärztlich tätigen Ärzte teilnehmen. Näheres ist in der Anlage 1 des Vertrages ersichtlich. Für die fachärztliche Betreuung im qualifizierten Versorgungssektor ist hauptsächlich der Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunktbezeichnung „Kardiologie“ zuständig. Einzelheiten dazu sind der Anlage 2 des Vertrages zu entnehmen.

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Modul Herzinsuffizienz im Rahmen des DMP KHK

Die KV Sachsen hat gemeinsam mit den Landesverbänden/-vertretungen der sächsischen Krankenkassen erfolgreich eine Betreuungspauschale (Abrechnungsziffer 99320D) für das Modul Herzinsuffizienz im Rahmen des DMP Koronare Herzkrankheit verhandelt, welche die zweite Versorgungsebene für eingeschriebene HI-Patienten erhält (fachärztlicher Versorgungssektor). Damit ist auch der Fortbestand des DMP KHK über den 1. Juli 2010 hinaus gesichert.

Die Pauschale in Höhe von 7 EURO wird zweimal im Jahr vergütet. Voraussetzungen für die Vergütung ist, dass ein Arzt-Patienten-Kontakt stattgefunden hat und die Verpflichtung des Arztes, die Diagnosen gemäß ICD-10 (I50.12 bis I50.14 - NYHA Stadium II bis IV) bis zur letzten Stelle zu kennzeichnen, um die Abrechnungsberechtigung erkennen zu können. Der koordinierende Arzt muss den Patienten spätestens einen Dokumentationszeitraum nach der Diagnosestellung eingeschrieben haben.

Gleichzeitig wird die Erstdiagnostikpauschale (Abrechnungsziffer 99320C) von 50 EURO auf 45 EURO gesenkt. Diese Pauschale ist ebenfalls nur für die zweite Versorgungsebene abrechenbar.

Diese Regelung ist vorerst auf ein Jahr beschränkt. Innerhalb dieses Jahres verhandeln die Vertragspartner eine Qualitätssicherungspauschale i. V. m. einem Evaluationskonzept, welche die o. g. Regelung nach dem Jahr ersetzen soll.

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