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DMP - Disease Management Programme

DMP-Dokumentationen und Empfohlene Schulungen von DMP-Patienten dürfen weiterhin ausfallen

Zur Vermeidung einer Ansteckung mit COVID-19 gilt für chronisch Kranke weiterhin eine Ausnahmeregelung.

Die vorgeschriebenen quartalsbezogenen Kontrolluntersuchungen in den Disease-Management-Programmen (DMP) dürfen ausfallen, wenn es medizinisch vertretbar ist. Mit Beschluss vom 06.08.2020 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die "DMP-Dokumentationspflicht" und die Verpflichtung der Versicherten zur Teilnahme an "empfohlenen Schulungen" nunmehr bis 31.12.2020 verlängert.

Bereits am 27.03.2020 hatte der G-BA die >DMP-Dokumentationspflicht< und die Verpflichtung der Versicherten zur Teilnahme an >empfohlenen Schulungen< für das 1. bis 3. Quartal 2020 ausgesetzt.

Koordinierende Ärzte können weiterhin selbst entscheiden, was für ihre Patienten in der aktuellen Situation am besten ist. So kann es im Einzelfall durchaus notwendig sein, dass die Kontrolluntersuchung oder die Schulung durchgeführt werden. In diesen Fällen erfolgt auch die Dokumentation der Untersuchung. Wenn möglich, kann die DMP- Dokumentation auch auf Basis einer telemedizinischen DMP-Konsultation erfolgen.

Versicherte werden bei fehlenden Dokumentationen bzw. Schulungsteilnahmen nicht aus den DMP ausgeschrieben.

Disease Management Programme (DMP)

Strukturierte Behandlungsprogramme sollen die medizinische Versorgung von chronisch kranken Menschen verbessern und helfen, ihre Lebensqualität zu optimieren. Diese sogenannten Disease Management Programme (DMP) folgen medizinischen Leitlinien, die dem neuesten Stand der Wissenschaft entsprechen und in Studien überprüft werden.

Um an DMP teilnehmen zu können, müssen Ärzte besondere Qualifikationen nachweisen, um von der KV Sachsen eine Genehmigung zu erhalten. Bislang gibt es in Sachsen DMP für Diabetiker Typ I und II, Brustkrebspatientinnen und Patienten mit Koronarer Herzkrankheit (KHK), COPD oder Asthma bronchiale.

Disease-Management-Programme

  • erfordern eine Gesamtbetrachtung von Krankheitsprozessen vom Stadium der Prävalenz über Prävention bis zur Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation hinsichtlich des Ergebnisses und der Kosten
  • sollen eine Qualitätsverbesserung in der medizinischen Versorgung bewirken
  • sollen der Vermeidung akuter (kostenintensiver) Stadien chronischer Erkrankungen dienen
  • sollen der Vermeidung von Langzeitkomplikationen, bezogen auf das Risikopotential der jeweiligen Erkrankung dienen
  • sollen der Unterstützung der Eigenaktivität und der Gesundheitskompetenzen des Patienten dienen

Die Teilnahme an einem Disease-Management-Programm ist sowohl für den Arzt als auch für den Patienten freiwillig und kann jederzeit unter Beachtung der vertraglichen Fristen widerrufen werden. Die regelmäßige Dokumentation des Behandlungsverlaufs dient der Qualitätssicherung. Dadurch erhalten die Ärzte die notwendigen Informationen, um Ihre Behandlungserfolge mit anderen teilnehmenden Ärzten vergleichen zu können und weiter zu optimieren. Die wichtigsten Fragen und Antworten (Frequently Asked Questions) zu den derzeit sechs bestehenden DMP-Verträgen wurden als Katalog zusammengefasst. 

Verfristungstermine:

  • 21.02.2020 (für Quartal IV/2019)
  • 22.05.2020 (für Quartal I/2020)
  • 21.08.2020 (für Quartal II/2020)
  • 21.11.2020 (für Quartal III/2020)

Der Termin für die Verfristung fällt jeweils auf den 52. Tag nach Quartalsende und gilt für Erst- und Folge(Verlaufs-)dokumentationen.

Archiv Veröffentlichungen zum Thema DMP aus den KVS-Mitteilungen