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ARMIN - Die Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen

 

Die Arzneimittelinitiative ARMIN ist ein Modellprojekt der Kassenärztlichen Vereinigungen Sachsen und Thüringen, des Sächsischen und Thüringer Apothekerverbandes sowie der AOK PLUS.

Mit dem Modellvorhaben soll die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Arzneimittelversorgung erhöht werden. Das Medikationsmanagement soll vor allem chronisch kranken älteren Patienten helfen, die mehrere Medikamente einnehmen.

ARMIN besteht aus folgenden Modulen:

Wirkstoffverordnung

Ziel der Wirkstoffverordnung ist es, den Patient auf den Wirkstoffnamen zu fokussieren und nicht auf das Produkt eines Herstellers. Dies mindert Substitutionsvorbehalte und erhöht die Akzeptanz des Patienten. Die Wirkstoffverordnung wird (bei derzeit ca. 190 Wirkstoffen/ Wirkstoffkombinationen) durch das PVS-System elektronisch gestützt erzeugt. Das Verordnungsprocedere bleibt unverändert und die Therapiehoheit bleibt für den Arzt erhalten. Mit der Wirkstoffverordnung werden Einsparpotentiale ohne Einbuße der Therapiequalität als Beitrag zur Beitragssatzstabilität der Krankenkassen gehoben.

Das wird honoriert: Verordnungen mit Abgabe von generikafähigen Rabattarzneimitteln werden bei künftigen Wirtschaftlichkeitsprüfungen aus dem Volumen des Arztes herausgerechnet.

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Medikationskatalog

Der für ARMIN verwendete Medikationskatalog wurde von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) erarbeitet. Er enthält für versorgungsrelevante Indikationen zugelassene Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen, die nach definierten Kriterien in Kategorien eingeordnet wurden. Ziel ist es, eine leitliniengerechte, patientenorientierte und wirtschaftliche Versorgung sicherzustellen.

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Medikationsmanagement

Seit dem 1. Juli 2016 ist das dritte Modul und Herzstück von ARMIN umgesetzt: das Medikationsmanagement. Damit können nun auch Patienten der AOK PLUS direkt von dem Modellvorhaben profitieren. Durch die im Rahmen des Medikationsmanagements koordinierte Zusammenarbeit von Arzt und Apotheker gewinnt ganz klar der Patient. Arzt und Apotheker prüfen gemeinsam die verordneten und rezeptfreien Medikamente auf Wechselwirkungen sowie auf mögliche Unverträglichkeiten. Die AOK PLUS stellt zusätzlich dem betreuenden Arzt und Apotheker die Arzneimittelabrechnungsdaten der letzten sechs Monate zur Verfügung. Dies stärkt die Arzneimitteltherapiesicherheit und durch das Zusammenspiel aller Partner mit der Einbringung der jeweiligen Fachkompetenzen entsteht ein Gesamtüberblick der Medikation des Patienten. Das Produkt dieser interdisziplinären Zusammenarbeit ist ein aktueller Medikationsplan für den Patienten.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Das zeitintensive Medikationsmanagement wird angemessen vergütet.
  • Medikamentenverordnungen sind nun transparenter, da die AOK PLUS die Abrechnungsdaten der letzten 6 Monate für teilnehmende Patienten zur Verfügung stellt.
  • Beteiligung an den generierten Einsparungen aus dem Medikationskatalog.
  • Finanzielle Unterstützung für die Anschaffung der nötigen Softwarefunktionen
  • Vorbereitung auf das E-Health-Gesetz


Weitere Informationen finden Sie auf der Internetpräsentation von ARMIN:
www.arzneimittelinitiative.de

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