Bedarfsplanung und sächsischer Bedarfsplan

Die vertragsärztliche und vertragspsychotherapeutische Versorgung ist so zu regeln, dass eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung der Versicherten unter Berücksichtigung des allgemeinen Standes der medizinischen Erkenntnisse gewährleistet ist.

Im Rahmen dessen hat der Gemeinsame Bundesausschuss die Befugnis Richtlinien zur vertragsärztlichen Bedarfsplanung zu beschließen. Mit Beschluss vom 20. Dezember 2012 ist die  Bedarfsplanungs-Richtlinie zum 1. Januar 2013 in Kraft getreten.

Zur Sicherstellung eines gleichmäßigen Zugangs zur ambulanten vertragsärztlichen/ -psychotherapeutischen Versorgung für alle GKV-Versicherten erfolgt mit dem Instrument der Bedarfsplanung eine Steuerung des ärztlichen bzw. psychotherapeutischen Angebots im Raum. Auf Grundlage der Bedarfsplanungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (mit Beschluss vom 20. Dezember 2012 am 1. Januar 2013 in Kraft getreten) hat die Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS) gemäß § 4 Abs. 1 Satz 5 BP-RL die Grundsätze zur regionalen Versorgung sowie systematische Abweichungen von der Bedarfsplanungs-Richtlinie in einem Zeitabstand von drei bis fünf Jahren zu prüfen und im Bedarfsplan aufzunehmen. Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen hat im Einvernehmen mit den Landesverbänden der Krankenkassen in Sachsen und den Ersatzkassen (LVSK) eine Fortschreibung des Sächsischen Bedarfsplans von 2013 an die tatsächliche Entwicklung der vertragsärztlichen Versorgungslage zum Stand 01.01.2016 nach Maßgabe der Bedarfsplanungs-Richtlinie (BP-RL) erstellt. Neben der Aktualisierung der Versorgungsdaten zum Stand 01.01.2016 wurden neben den bisherigen Abweichungen von der Bedarfsplanungs-Richtlinie (räumliche Gliederung der Planungsbereiche), weitere regionale Besonderheiten beschrieben und sich daraus begründende Abweichungen aufgenommen.

Auf Grundlage der Fortschreibung des Bedarfsplans 2016 wird der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen Sachsen in seiner Sitzung am 26.10.2016 bei der Überprüfung der vertragsärztlichen Versorgung erstmals die angepassten Verhältniszahlen bei der Arztgruppe der Kinderärzte in der Bedarfsplanung anwenden.

"Gemäß § 4 Abs. 1 Satz 4 und Satz 6 BP-RL ist in der Regel halbjährlich der Teil C des Bedarfsplanes fortzuschreiben. Dieser beinhaltet die Planungsblätter zur Dokumentation des Standes der vertragsärztlichen Versorgung sowie eine Schlüsseltabelle zur kommunalen Zuordnung der Planungsbereiche und entsprechende Karten.

Sie finden den aktuellen Bedarfsplan sowie die Fortschreibungen unter „Dokumente“."





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